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Musikstöckchen

April 2, 2008 · Abgelegt unter Allgemein, Sinnloses · 2 Comments 

Frau JLT von „Evil under the Sun“ hat mir ein Stöckchen zugeworfen.

Zum Thema Musik.

Superidee Frau JLT, wo ich mich bei Musik ja auch so gut und einfach festlegen kann. ;-)
Und warum? Weil ich am Wochenende gezwungen wurde schlechte Musik zu hören. Toll. Ich höre schlechte Musik, beklage mich darüber, und als Dank so was.

Positiv denken. Ich nutze das um Mal wieder gute Musik zu hören (oder wenigstens darüber nachzudenken). Also los:

1. Nenne einen Song, der Dich vom Text ganz besonders berührt und begründe

Uff. Festlegen und so. Das ganze ist natürlich äußerst stimmungsabhängig. Bei Liebeskummer berühren mich andere Songs, als wenn es um Fußball geht und so weiter und so fort. Bei Fußball bekomme ich zum Beispiel immer wieder gerne Gänsehaut bei You’ll never Walk alone. Sowohl in der langsamen Fassung von Gerry and the Pacemakers bzw. wenn es der Kop singt, als auch bei der punkigen St. Pauli-Fassung von den Rubbermaids bzw. wenn es das Millerntor äh.. grölt. :-)

Richtig berührt mich im normalen Leben sonst glaube ich „Darf ich das behalten“ von Wir sind Helden. Der schafft es mich sogar wenn ich gute Laune habe irgendwie traurig zu stimmen. Begründung? Ohne ins Detail zu gehen, kann ich das Gefühl das der Song vermittelt einfach enorm gut auf mich selbst und auf mir Nahestehende beziehen. Und was ich mit „darf ich das behalten“ verbinde ist dann einfach traurig *schnief*

Millionen Legionen von den Fanta 4 passt hier auch noch rein. Aber ich brauch nur ein Lied, oder?

2. Nenne einen Song, der Dich von der Musik ganz besonders berührt und begründe

Ha! Da kann ich dann das Fußball-Lied bringen: YNWA (siehe oben). Der Text.. naja, ist mir ziemlich egal. Nett, aber nicht überragend. Da macht es tatsächlich die Musik (und der Zusammenhang in den ich die Musik setze).
Song 2 von Blur wäre da auch gut. Läuft immer wenn St. Pauli das Tor trifft und ist entsprechend positiv besetzt. Der Abschnitt der das Tor äh.. begleitet ist eh Textfrei.

Ja, was Besseres fällt mir gerade nicht ein.

(Der Leser merkt das natürlich nicht, aber jetzt ist 20 Minuten später)

Doch! Piano Man von Billy Joel. Großartiges Lied. Total beliebiger Text, aber wunder-wunder-wunderschöne Melodie. Sing uns ein Lied, Klaviertyp! Sing! Gänsehaut.

3. Welchen Song hättest Du gerne geschrieben und warum?

Ich bin schlimm, unkreativ und so, aber hier klaue ich mal schamlos: Candle in the Wind von Elton John. Geld drucken. In kurzer Zeit (wobei ich die 37.000.000 verkauften Singles jetzt gar nicht sooo viel finde. Weltweit. Gefühlt hat doch allein jeder vierte Deutsche das Lied zuhause?). Furchtbarer Song übrigens. Ich bin als die Britin verstarb schreiend aus Räumen gelaufen, in denen das Lied lief. Aber die Kohle wäre schon attraktiv.

4. Nenne fünf Songs für dein Lebens-Best-of

Ohje. Wir haben vor Jahren mal so was im Chat versucht. Jeder musste 10 Lieder benennen, die für ihn persönlich die allerbesten Lieder überhaupt sind. Ist einigermaßen misslungen (ich glaube ich musste mich auf 20 einigen, um irgendwie damit zufrieden zu sein). Und ich weiß nicht mehr wirklich, was in der Liste war.

Problem heute wie damals: Wonach entscheide ich das? Einfach so geht nicht, also für jede Musikrichtung ein Lied? Oder unsortiert? Oder für sentimentale Momente? Oder… ihr blickt, worauf ich hinaus will, oder? ;-)

Ok, ohne IRGENDEINEN Anspruch:

Piano Man, Billy Joel.
Siehe oben. Für mich *das* *beste* *Lied* überhaupt. Kann ich immer und überall hören. Immer wieder.

The Beatles, Lucy in the Sky with Diamonds (LSD!).
Erstens weil die Beatles in so einer Liste nicht fehlen dürfen, zweitens weil das Lied toll ist, drittens hört’s euch einfach an.
(Auch schön von The Beatles: Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band, When I’m 64, ….).

Queen, Brighton Rock (von der Live, Killers)
Überragendes Gitarrensolo von Brian May. In der zweiten Hälfte. Stellvertretend für viele tolle Songs.

Jan Delay, Klar
Stellvertretend für die Hamburger HipHop-Szene der späten neunziger. Cooles Lied, gut eingesetzte Stimme, alles toll. Ja, ich mag deutschen HipHop. Also die älteren Sachen. Fanta 4 dürften hier auch stehen, aber ich hab mich jetzt für Jan ausgesprochen.

Seeed, Aufstehn
Chillig.

Ich könnte hier noch gefühlte Stunden weiterschreiben, weil es so viele tolle Lieder gibt. Das hier sind fünf sehr tolle. Keinen, wirklich keinen Anspruch auf Vollständigkeit (ich weiß, ich wiederhol mich).

5. Und zum Schluss: Welche Musikscheibe beschützt Du wie Deinen Augapfel?

Gar keine. Ich war früher bei CDs äußerst materialistisch. Wichtig das original haptisch, fühlbar etc. zu besitzen. Auch gerne irgendwelche Special Editions, die schick waren. Alu-Case oder so was. Ist mir inzwischen fast völlig egal. Bei DVDs nicht, aber bei Musik?

Ich habe in den letzten 33 Jahren jetzt 4 signifikante Formatwechsel mitgemacht. Ganz jung hatte ich einen Plattenspieler (mit den großen, schwarzen, runden Dingern namens LP). Kurz darauf dann Audiokassetten. Irgendwann, da war ich so 12 dann den CD Player und seit ein paar Jahren dann eben mp3 und Co…
Klar kaufe ich mir ab und zu noch CDs, aber benutzt werden sie dann meist in konvertiert als mp3. Praktischer. Tragbar.

Soll heißen: Ich hänge eher an der Musik als an dem Datenträger. Und da hilft meine grenzenlose Naivität jugendlicher Optimismus mir zu glauben, dass ich das dann irgendwann auch in $nächstes Format wieder bekomme.

Ich werf das Stöckchen mal weiter an

  • Nik von Lost-Moon, der mich ja neulich in die Disko geschleift hat die an dem hier schuld ist.
  • Kiki von e13, weil wer selber komponiert bestimmt auch was spannendes dazu zu sagen hat und weil sie beim iTunes Stöckchen mit dem Thema ja schon mal angefangen hat.
  • Dirk von dhaunsch, weil ich nicht will, dass er aus Mangel an Inhalten wirklich Schluss macht.
  • NiSi von Beissholz, damit man bei ihr auch mal wieder was anderes findet außer Interviews ;-) Und weil das Blog im Prinzip ja eigentlich ”Stöckchen” heißt.

Dans Op de Deel

März 30, 2008 · Abgelegt unter Allgemein · Comment 

Schläfriger Samstag. Aufgewacht, mit dem Hund laufen gegangen, weitergeschlafen, aufgewacht, eingekauft, weiter geschlafen. Zwischendurch müde den Laptop beobachtet. Wenig gelesen. Schläfrig eben.

Freund Nik vom verlorenen Mond und die E. wollen tanzen gehen und bestehen auf meine Anwesenheit.

Also bemühe ich mich wach zu werden und schaffe es tatsächlich gegen 23:00 Winterzeit geputzt und bekleidet bereit für den abendlichen Ausflug zu sein. Verabredet sind wir auf dem Land, in einer Großraumdisko.

Unterschwellig bereue ich meine Entscheidung bereits während der Parkplatzsuche. Eine große, schlammige Wiese auf der sich die PKW der gesamten Jugend Schleswig-Holsteins tummeln zu scheinen. Ich werde alt. Spannend auch, dass vor dem Eingang eine ca. 100 Meter lange Schlange Einlass begehrt. Irgendwo im Nirvana! Nun gut, wir schließen uns also der Schlange an und warten mal mehr (Nik), mal weniger fröstelnd (ich). Praktischerweise schließt Nik Freundschaft mit dem etwas minderbemittelt wirkenden jugendlichen vor uns, so dass dieser seinen Kumpel später davon abhält ernsthaft Streit anzufangen… “Lass den in Ruhe, der is Korreggd!”.

Die Kleidungsgewohnheiten der Kleinen sind auch spaßig. Vor allem die herausgeputzten Achtzehnjährigen Mädels. Alle drei Schritte umknicken (Schuhe zu hoch), dauernd den Rock runterstreichen (zu kurz?), am Top nesteln (doch zu viel Ausschnitt?). Das wird noch. Ja, ich bin gemein.

Nach dem Einlass (Vorteile als wirklich erwachsener: Man wird nicht mehr ausgiebig abgetastet und die Türsteher wirken auf mich auch sonst viel sympathischer als vor 10 Jahren) für mich die Offenbarung:
Urks ist das groß hier. Nagut, nach einiger Suche finden wir dann Tanzfläche 1 (ich werde sie ab jetzt Mallorca nennen).
Die Musik schwankt zwischen ganz nett und ganz und gar nicht. Sprich: Ab und zu was moderneres, rockiges oder irgendein 80’er Oldie und Ballermann-Hits. Meist Ballermann.

Tanzfläche 2 (Soul) gucke ich mir nicht aus der Nähe an. Irgendwie bin ich für Soul ja schon in Hamburg nicht so zu haben, aber was hier dudelt klingt mir dann auch zu sehr nach Radio. Tanzfläche 3 soll mit Techno beschallt werden. Das heißt hier die Musik klingt nach einer Mischung aus Blümchen und Das Modul. Nur aktueller. Glaube ich. Hier gibt es dann aber auch die Erklärung, warum es so voll ist. Heute Nacht soll uns ein Live-Act das Leben versüßen. Cascada. Angekündigt als Internationaler Superstar. Klar. Also wenn nicht Robbie dann doch bitte Cascada. Klingt irgendwie auch wie eine Mischung aus Blümchen und Das Modul, sieht ganz süß aus und wird frenetisch von einigen jubelnd begrüßt. Frage mich, ob tatsächlich deshalb so großer Andrang herrscht. Zurück nach Mallorca. Hier läuft gerade 80’er Musik. Irgendwann kommt Junge von die Ärzte und ich überlege ob ich hüpfen darf. Entscheide mich dagegen, weil ich angst habe die Landjugend beim Pogo zu zermatschen.

Spannend finde ich: Es gibt hier sogar ein Bistro. Erinnert irgendwie stark an Freizeitpark-Atmo. Fertig-Pizza, Pommes, Wurst. Und völlig Schallisoliert. Bin ja bei so was eher Hamburg gewöhnt. Wenn man da hungrig ist, geht man eher kurz vor die Tür, holt sich nebenan einen Döner, isst und geht wieder rein. Na gut. Wenn man hier vor die Tür geht und nach Nebenan will, muss man wohl erst ne Weile fahren. Schön: Twittern geht hier auch. Nein, ich bin nicht süchtig. Positiv sind auch die Preise. Wasser für 1,50, Desperados für 3,00 Euro. Das finde ich zivil, gerade wenn man die Monopolstellung hier in der Gegend berücksichtigt. Und 5 Euro Eintritt gehen auch. Wenn man die Musik mag.

Mir wird langweilig, die Musik geht mir auf den Keks, ich vermisse Gitarren. Metall. Von mir aus auch Techno, oder 80er. Aber nicht das hier. Dank Zeitumstellung gegen 5:00 daheim.
Schlafen.

Nachtrag: Das Mädel scheint ja wirklich bekannt zu sein. Laut deren Homepage wenigstens. Die ist total an mir vorbeigegangen (nicht, dass ich musikalisch was verpasst hätte). Sagte ich schon, dass ich alt werde?

Der Grand Prix wird viral…

Februar 25, 2008 · Abgelegt unter Allgemein, Sinnloses · Comment 

Früher war es irgendwie wohl so, dass Schlagersänger aller (europäischen) Länder sich darum rissen beim Grand Prix Eurovision de la Chanson mitzuspielen.

Früher.

Irgendwann wurde der Wettbewerb langweiliger, die Musikgeschmäcker änderten sich, die Teilnehmer blieben zunächst aber die gleichen. Es gab wohl in Deutschland immer eine „Community“ dafür, die sich das jedes Jahr anschaute (eine Freundin von mir hatte sich – früher jedenfalls – auch immer notiert welches Land für welchen Kandidaten welche Punkte vergab – keine Ahnung warum eigentlich), aber eigentlich war das ganze Format (gefühlt) abnehmend erfolgreich. In Deutschland kam der Wandel wohl mit Guildo Horn und Stefan Raab, der das ganze unter dem Künstlernamen Alf Igel produzierte. Zu der Zeit gab es auch so was wie eine Schlagerbewegung, in Hamburg gab es als Klatschkopie der diversen Techno-Feten mit dem Wörtchen „Move“ den Schlagermove. Und irgendwie fand das ganze dann plötzlich hier wieder Publikum. Inzwischen gibt es auf der Reeperbahn eine institutionalisierte Feier jedes Jahr, die Vorausscheidung wird (meist) in der Presse breitgetreten etc.. Vielleicht hängt das ganze zusätzlich noch mit dem Veränderten Modus (Televoting) zusammen, ich weiß es nicht.

Nun sind scheinbar die Iren auch auf die Idee gekommen, dass hier Absurditäten eine Chance haben. Anders kann ich mir das nicht erklären. Irgendwie ist die aktuelle Sau, die durch Klein Bloggersdorf (allein im Feedreader heute u.A. bei den Herren Niggemeier, Tom oder Knüwer gefunden) getrieben wird jedenfalls eine Pute ein Truthahn.

Und ich treibe mit.

Zugegeben.

Wild Turkey sozusagen:

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Performance aussichten auf Erfolg in der Endwertung hat, aber zurzeit wird da kräftig Lärm gemacht und das ganze dürfte sich – natürlich – auch auf die Verkaufszahlen auswirken. Im Prinzip ist das so was wie eine virale Kampagne, nur dass diese so dermaßen offensichtlich nicht viral ist, dass das ganze irgendwie noch seltsamer wirkt.

Übrigens hat der „Hype“ nicht nur Klein Bloggersdorf erfasst – laut dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel steht der Sieger des diesjährigen Grand Prix bereits Fest, man beachte die Tabelle im Bild.

Irgendwie ist es ja Lustig, auch wenn ich den Auftritt ausreichend schockierend finde um schreiend den Raum zu verlassen.Aber nun denn, siehe oben, im Sauentreiben halte ich mich ja auch nicht zurück.