Uwe Barschel lebt

Da sich die Presse ja aufgrund des äh.. 20. jährigen heute mal wieder ausgiebig mit Herrn Barschel befasst kam mir eines meiner damaligen Lieblings-Lieder mal wieder in den Sinn.

„Uwe Barschel lebt“ von Norbert und die Feiglinge (Melodie von California Dreaming)

Da sich die Band leider aufgelöst hat, und das Lied leider soweit ich weiß nie auf Platte erschienen ist quäle ich nun euch liebe Leser mit diesem äußerst poetischem Text:

Uwe Barschel lebt
Ja wirklich, Ehrenwort
So einer wie der
(so einer wie der)
Begeht keinen Mord
(begeht keinen Mord)
Auch nicht an sich selbst
(auch keinen Selbstmord)
Dazu fehlt ihm der Mut
Das war nur ein Bluff
das war geplant
Und geklappt hat es ja gutFotografen her
(knips, knips, knips, knips, knips, knips)
Am besten die vom Stern
(Stern, Stern, Stern, Stern, Stern, Stern)
Die stellen keine doofen Fragen
(Hitler Tagebücher)
Fotografieren gern
(fotografieren gern)
Ich leg mich in die Badewanne
(in die Badewanne)
Und spiel toter Mann
(und spiel toter Mann)
Badewanne, danach tauch ich unter,
was sich keiner vorstellen kann

Das Uwe Barschel lebt
Ja wirklich, Ehrenwort
Unter falschem Namen
(unter falschem Namen)
An geheimem Ort
(an geheimem Ort)
Genau wie Adolf
(wie Adolf Hitler)
Ist auch er nicht tot
(ist auch er nicht tot)
Sicherlich lebt Uwe jetzt in Chile,
Wo der Spiegel ihm nicht droht
(Oder auch in Bayern)
[hier verliess es mich dann leider, mein Gedächtnis, ich freue mich natürlich über Ergänzungen oder Korrekturen]

Denglish

Die Mopo hat mal wieder das Thema „Wir sprechen immer weniger Deutsch“ entdeckt, dabei ist der Sommer doch gefühlt vorbei.
Naja, immerhin gibt es mir einen Aufhänger mal öffentlich über das Thema nachzudenken.

Zugegeben, es gibt inzwischen leider unglaublich viele englische Begriffe die dort wo sie eingesetzt werden keinen Sinn haben bzw. zum Teil sogar völlig falsch eingesetzt werden. Zugegeben, es gibt unglaublich viele Werbesprüche auf Englisch, die wenn man ein bisschen Sprachgefühl hat sowieso schon mal falsch klingen und – viel dämlicher – die Zielgruppe nicht erreichen.

Aber muss man deswegen mal wieder nach Gesetzen schreien, die das reglementieren? So etwas verändert sich im Laufe der Zeit doch sowieso von allein. Wer mal in der U-Bahn neben jugendlichen von heute gesessen hat, kommt dabei zudem finde ich zu einem ganz anderen Ergebnis. Nicht „Denglish“ ist hier das Problem, sondern schlicht die Einfallslosigkeit mit der Sprache scheinbar inzwischen verwendet wird. Rein subjektiv haben da inzwischen viele einen auf das nötigste reduzierten Wortschatz, der – wo nötig – mit „alder“, „digger“ oder „krass“ ergänzt wird, was dann scheinbar einen vollständigen Satz ausmacht. Ach so, Artikel und ähnliches sind wohl auch nicht mehr nötig.

Das Problem ist nämlich nicht, dass viele Menschen zunehmend mehr englische Begriffe benutzen, das Problem ist, dass immer weniger Menschen in der Lage sind Deutsch ausreichend variabel zu verwenden, dass sie das Gefühl haben damit alles was ihnen durch den Kopf geht ausdrücken zu können.
Im Umkehrschluss fällt es jemandem der besser Deutsch spricht zudem vermutlich auch leichter mit Anglizismen um sich zu werfen ohne dabei gleich die eigene Sprache zu vernachlässigen.
Man ist dann nämlich auch viel mehr in der Lage auch mit Sprache zu Spielen. Die „Sprachverteidiger“ weisen ja unter anderem immer mal wieder darauf hin, dass die Deutsche Sprache so schöne Wortspielmöglichkeiten böte. Genau dies kann ich doch aber nur dann auch machen, wenn ich ausreichend gut gebildet bin um die Sprache auch so einzusetzen (und nebenbei bietet die Englische Sprache ja auch die Möglichkeit zu wunderbaren Wortspielen).

Und um noch einmal kurz auf die englischen Werbetexte einzugehen: So wie es aussieht nimmt die Nutzung englischer Überschriften sowieso gerade ab, weil inzwischen auch die meisten Werbe-Entscheider und Kreativdirektoren gemerkt haben, dass Sie so ihre Zielgruppe eben nur sehr begrenzt erreichen können.

Wenn ich nichts übersehen habe enthält dieser Text bis jetzt übrigens keinen einzigen Anglizismus, und das obwohl es ja gerade genau um dieses Thema geht. Es geht also wunderbarerweise ganz ohne, obwohl ich persönlich dem Englischen durchaus zugewandt bin. Gefühlt schaffen das diejenigen die sich in der Regel über solche Anglizismen beschweren übrigens nicht.

Marketing und Marktforschung I

Heute mal nicht wirklich eigener Inhalt aber ein Lesetipp, gerade für diejenigen unter uns die im erweiterten im Bereich Marketing arbeiten.

Also bitte alle mal bei Anke Gröner gucken.
Sehr interessant wie eine kreative Anzeige so durch die Instanzen wandelt.

Dass Frau Gröner Marktforscher irgendwie anders wahrnimmt als ich sei ihr dabei verziehen. Zumal sie mit bestimmten Punkten sicherlich nicht ganz falsch liegt was leider zu viele Studien angeht 🙂