Jahresrückblick 2009

  1. Zugenommen oder abgenommen?
    Am Anfang zu viel abgenommen, dann wieder zugenommen. Insgesamt ungefähr gleichgeblieben.
  2. Haare länger oder kürzer?
    Im Durchschnitt wohl etwas kürzer…
  3. Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
    Unverändert.
  4. Mehr Kohle oder weniger?
    Müsste etwas mehr gewesen sein.
  5. Mehr ausgegeben oder weniger?
    Auch mehr 🙁
  6. Mehr bewegt oder weniger?
    Wohl ungefähr genausoviel. Frühjahr Sommer mit bewegung, Herbst, Winter eher ohne…
  7. Der hirnrissigste Plan?
    Durch nicht zum Arzt gehen gesund werden.
  8. Die gefährlichste Unternehmung?
    Am Einlass zur HSH-Nordbank-Arena-Nordkurve den St. Pauli-Geldbeutel rausholen um die Eintrittskarte für das HSV-Spiel vorzuzeigen.
  9. Der beste Sex?
    Das 5:0 des FC St. Pauli in Aachen.
  10. Die teuerste Anschaffung?
    Ersatzteile fürs Auto 🙁
  11. Das leckerste Essen?
    Mein Racelette zum European Song Contest 2009 Live Blogging, drüben bei der zauberhaften Pleitegeiger.
  12. Das beeindruckendste Buch?
    Ich hab so furchtbar wenig gelesen, letztes Jahr…
    Aber was ich gelesen habe und was mir gefiel:
    Ein König für Deutschland* von Andreas Eschbach.
  13. Der ergreifendste Film?
    Die Heimspiel-DVD von den Fantastischen Vier*
  14. Die beste CD?
    Waking the Dead*von The Busters weil es mich den ganzen Dezember durch Hamburg hat hüpfen lassen.
  15. Das schönste Konzert?
    Peter Fox Stadtaffe Abschlußkonzert, Trabrennbahn Hamburg Bahrenfeld.
  16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Meinem Job.
  17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
    Meiner Familie, meinem FC St. Pauli und meinen Freunden. Danke!
  18. Vorherrschendes Gefühl 2009?
    Durcheinander.
  19. 2009 zum ersten Mal getan?
    Zwei Wochen keine feste Nahrung zu mir genommen.
  20. 2009 nach langer Zeit wieder getan?
    Mehr als nur jedes fünfte St. Pauli-Heimspiel gesehen.
  21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
    Tod, Krankheit, Verlust.
  22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Dass es immer weiter geht.
  23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
    Gespräche.
  24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Gespräche.
  25. 2009 war mit einem Wort …?
    Seltsam.

Das Jahr davor.
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Advent 04/2009 – Mein Jahr in 12 Sätzen

Schöne Idee für ein Adventsposting, irgendwie. Das Jahr in 12 Sätzen aus dem eigenen Blog. Copy and Paste. Für jeden Monat einen. Drüben, bei YellowLed darüber gestolpert und gleich nachgemacht:

Januar: Ist es nicht seltsam, dass Menschen, die ja ach so Medienerfahren sind, vor jeder Kamera erklären, wovor sie eigentlich alles Angst haben um sich dann zu wundern, dass ausgerechnet sie zur Dschungelprüfung gewählt werden?

Februar: 5 Wochen nix geschrieben, jetzt seit Freitag wieder aktiv – hat mir echt gefehlt.

März: Ich hab meine Quittung und damit, wenn alles glatt geht, für die nächste Saison meine Dauerkarte Stehplatz Südkurve.

April: Nicht, dass ich es nicht gesagt hätte, hätte mich jemand gefragt, Sozialamt der Liga, Robin Hood des deutschen Fußballs – You name it: FC St. Pauli.

Mai: Komisch, wie schnell die Zeit vergeht – gerade rückblickend, irgendwie war mir, als wäre “Die Da” neulich erst gewesen – Quasi vorgestern.

Juni: Es geht um Menschen, wer das versteht ist herzlich willkommen, wer hier höhere Relevanz sucht möge bitte weitergehen: Hier gibt es nichts zu sehen.

Juli: Die, die am lautesten schreien, sind offenbar meist diejenigen, die sich am wenigsten an Ihre eigenen Dogmen halten – Schade eigentlich.

August: FÜNF ZU NULL!!!!

September: Frau Merkel stand jedenfalls vorn und erzählte irgendwas ziemlich triviales (“und dann war ich 35 und der Herr Kohl sagte zu mir”) und wir standen ziemlich weit hinten und schafften es scheinbar ganz gut mit “Alle so YEAAHH!” für Verwirrung zu sorgen.

Oktober: Das ist nicht mehr mein St. Pauli.

November: Web 2.0 ist genau das: Ist Reden, Austausch, Kommunikation – Schön, dass es das gibt.

Dezember: Danke, lieber Staat, dass ich weiß, wo ich Sonntags hingehöre. ich geh dann mal beten.

Wer mag: Mitmachen, nachmachen, bessermachen! ich freu mich.

Schönen vierten Advent!

4advent

Themen mit Senf

Anmerkung zu Beginn: Drüben bei Frau Bhuti gab es dieses Jahr die Gelegenheit, bei einem Blogwichteln teilzunehmen. Heute erscheinen die jeweils zugewichtelten Beigträge in den teilnehmenden Blogs.
Der folgende Text ist also nicht von mir, sondern von einem oder einer Unbekannten.
Ich freue mich, mein Blogwichtelgeschenk zu präsentieren, und bin gespannt, ob ich noch herausbekomme, wer dahinter steckt. Aber nun lasse ich dann wohl mal den Autoren zu Wort kommen:

Die Adventszeit steht nicht unbedingt dafür, dass man sich auf etwas neues einlässt. Im Gegenteil: Wir halten uns meist an Rituale, die wir seit der Kindheit eingeübt haben. Bei Adventskranz, Schokokalender, Clementinen bis der Mund brennt, da bekommen wir ein wohligschauriges Gefühl von miefiger Heimat. Statt neue Leute kennenzulernen, begeben wir uns in den muggeligen Schoß der Familie und lassen uns mit Süß- und Ganswaren mundtot stopfen. Und ausgerechnet in dieser Zeit, soll ich für ein mir vollkommen fremdes Blog einen Gastbeitrag schreiben. Der Text sollte – so wollen es Höflichkeit, Anstand und Bhuti – dem Blog-Betreiber gefallen.

Am besten wird sein, ich orientiere mich an den Curi0us-Themen und gebe dann meinen mehr oder minder passenden Senf dazu. Welche Themen finden sich denn nun hier unter der gleichnamigen Überschrift?

„Twitter“ möchte ich – zumindest derzeit – nicht mehr missen, dienstlich wie privat. Der (Achtung: Journalisten-Baustein) Kurznachrichtendienst schafft Austausch, Aktualität und Zerstreuung. Gut, man könnte auch in eine Kneipe gehen. Aber dafür müsste man ja vor die Tür. Und wer hat da in unserem Alter und bei dem Wetter schon Bock drauf?

„Musik“ find ich auch gut. Mal die da, mal die da oder mal auch die da. Und wenn es Rock Me Baby aus den Lautsprechern schallt, dann ist ja naturgemäß kein Halten mehr. Kennt man ja, ist ja bekannt. Wem sag ich das?

„Marketing“ gehört wie das Klappern zu ökonomischen Handwerk. Nützt ja nix. Muss sein. Gut, dass es Menschen gibt, die sich damit auskennen. Sie machen diese Welt bunter, schneller, fließender. Wie selten danken wir den Marketing-Experten. Ich möchte meine Blogwichtel-Chance nutzen und dies stellvertretend für alle Zielgruppen dieser Welt einmal tun: Danke – und weiter so!

„Religion“ ist ein sensibles Thema. Wenn ich dieses Blog richtig deute, hält der Verfasser zumindest von der institutionalisierten Variante des Glauben nicht allzuviel. Ich bin froh, dass ich in einer Zeit und einem Land lebe, in dem Kirchen kritisiert werden dürfen, bin aber auch froh, in einer Zeit und einem Land zu leben, in dem es Kirchen gibt. Amen.

„Auto“ hab ich nicht. Wird mir auch immer ein bisschen schlecht drin. Ich möchte es nicht zu hoch hängen, aber ich würde PKW und LKW als meine natürlichen Feinde bezeichnen.

„Blogging“ ist total super, kreativ, kritisch, unabhängig, zivilgesellschaftlich und alles was schön ist.

„Recht“ und billig.

„Fussball“ schreibt man ja mit ß, aber das ist im Web etwas verpöhnt. Der Ball ist desweiteren rund und das Spiel dauert round about 90 Minuten.

„Fotos“ lass ich mir gern beschreiben.

„TV“ läuft gleich, weil es Harald Schmidt gibt, den man seit Pochers Abgang ruhigen Gewissens wieder empfehlen kann. So gegen Ende der Woche tut ein bisschen pseudo-Intellektuellen-Bespaßung ganz gut.

„FC St. Pauli“ ist nicht so meine Welt. Hab mich 1979 für den HSV entschieden, wenn damals auch primär, um meinem Vater, der Bayern-Fan war, zu ärgern. Ob das was mit Ödipus-Komplex zu tun hatte?

„Werbung“ ist ja so Marketing, irgendwie.

„Atheismus“ ist ja so Antireligion, irgendwie.

„Internet“ ist mein Tor zur Welt, abgedroschen, aber wahr. Schönes Ding. Ich mein, ist ja alles drin: Nachrichten, Musik, Gemüse, Menschen auch.

„Video“ killed the Radio Star.

„Fun“ hab ich gerade.

„Medien“ sind ein weites Feld (so heißt doch auch ein Buch. Das Buch ist ja auch ein Medium, vergisst man ja manchmal).

„Politik“ macht komische, ideologische Dinge (Sozialabbau, Shared Space, Studiengebühren).

„Stöckchen“ hat mir noch keiner zugeworfen. Vielleicht ändert sich das ja mal.

„St. Pauli“ ist auch akustisch ein bunter Stadtteil.

P.S.: Vielen Dank an Bhuti für die Organisation des diesjährigen Blogwichteln und an Sebastian dafür, dass er diesen launigen Beitrag in seinem Blog veröffentlicht.