Advent 02/2009 – In der Weihnachtsbäckerei

Ich hab mich ja letztes Wochenende Plätzchenbacktechnisch schon massivst ausprobiert und dabei dank Twitter und Twitpic das eine oder andere.. negative Feedback geerntet (herzlichen Dank noch mal an meine Timeline dafür!).

Nagut, all diejenigen, die mit meinen Plätzchen versuchskaninchentechnisch in der Praxis zu tun hatten, haben den Geschmack gelobt. Und ich hoffe einfach mal, nicht nur um der Sandwichtechnik zu folgen und dem “die sehen aber.. komisch aus” nicht noch zwanghaft einen positiven Zweitsatz folgen zu lassen.

Wie auch immer, ein bisschen herausgefordert fühlte ich mich dann ja schon. Und also: Nochmal Backaction am Samstag, und diesmal im Hinterkopf das, was ich am letzten Samstag gelernt hatte. Mit rezeptueller unterstützung übrigens von der zauberhaften Frau Pleitegeiger, die nicht nur eindrücklich schimpfen, sondern auch famos backen kann.

Und siehe da, der Anfang gelang.

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Also.. naja, der Teig sieht jedenfalls gerade ganz so aus, wie er aussehen soll. Etwas stabil, aber da hatte mich die Rezeptspenderin auch schon vorgewarnt.

Weiter im Text, das Zeug will ja auch gebacken werden, also ab in die Röhre!

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Nach den im Rezept vermerkten 15, 20, 25, 30, notwendigen 35 Minuten waren die Erdnuss-Schoko-Cookies dann soweit. Und ich muß zugeben, gerade im Vergleich zu letztem Wochenende, ich war schon ganz zufrieden, mit dem, was da aus dem Ofen kam.

cookies3_cookies

Kann man anbieten, oder?

Aber es ging noch weiter, am Ende stand viererlei Gebäck vor mir, und insgesamt war ich doch äußerst begeistert. Wie immer nach ausgiebiger Koch- oder Backaction war zwar mein Appetit vergangen, aber der kommt ja zum Glück wieder. Heute ist immerhin schon der zweite Advent, und was passt da besser als Plätzchen?

Ergo – Kekse gefällig, Liebe Leser?

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Schmecken so gut, wie sie aussehen 🙂 (und das habe ich mich beim letzten Mal nicht getraut zu sagen 😉 – dann hätte niemand die Kekse gegessen!). Fazit: Auch beim Backen kann man dazu lernen.

Schönen zweiten Advent!

2advent

In anderthalb Jahren…

Was soll man als daheimgebliebener da noch groß schreiben? Wieder auswärts, wieder gewonnen, und wieder mal ziemlich souverän.

5:1.

Nach 2:0 zur Pause, 5:0 Führung und Gegentor kurz vor Schluß. Also völlig entspannt. Das ist echt nicht mehr mein St. Pauli. Aber das ist gut so.

Na gut, breites Grinsen nach Auswärtsspielen ist man ja fast schon gewöhnt in dieser Saison, so seltsam sich das auch anfühlt. Aber mein besonderes Highlight kam dank AFM Radio aus der Fankurve. Das Europapokal-Lied mal schnell umgedichtet:

In anderthalb Jahrn. In anderthalb Jahrn. In anderthalb Jahrn. Europapokaaaaaaal!

Man darf ja träumen. Aber erstmal stehen zur Hundertjahrfeier im nächsten Sommer hoffentlich immer noch mindestens 16 Teams in der Tabelle hinter uns. Aber ich bin optimistisch. Bielefeld hat gestern bereits vergeigt, so dass der Abstand zu Platz 3 (der immerhin noch Relegation hieße) jetzt 4 Zähler beträgt. Dieses Jahr spielen wir noch gegen Fürth, die gerade 11. sind, und in Paderborn, die sind immerhin 8.

Aber im Prinzip beides Gegner, gegen die man was machen kann. Das fühlt sich gerade ganz gewaltig wie ein Überwintern auf Platz 2 an.

Ich sing also noch ein bisschen vor mich hin und freu mich über den Auswärtssieg in Koblenz. Vielleicht gibts ja wirklich In anderthalb Jahrn. In anderthalb Jahrn. In anderthalb Jahrn. Europapokaaaaaaal!

FC St. Pauli – Genutzte Potentiale

Achtung, Zahlensalat:

Ab und zu überkommt mich ja auch ein Statistikflash. Nicht so richtig heftig, aber.. hey, ich mach das beruflich und im Prinzip liebe ich Statistiken. Nur sind Tabellen etwas, dass ich euch eigentlich nicht zumuten mag, genausowenig wie ich sie meinen Kunden zumuten möchte (Ausnahmen wie eine Tabelle auf der St. Pauli Tabellenführer ist, zählen nicht!).

Trotzdem können Statistiken natürlich spannend sein. Zum Beispiel um die Arbeit des Trainerteams zu beurteilen, oder einfach um die Qualität des Spiels, dass uns der magische FC präsentiert einzuordnen.

Ich hab mir nach dem 14. Spieltag mal die Kickernoten für die aktuelle Saison und die vorherige Saison (da die Gesamtbewertung) angeguckt.
Sicher, die sind nicht das Ei des (Fußball-)Kolumbus, aber die dahinterliegende Systematik, die Notengeber etc. dürften sich nicht wirklich geändert haben. Von daher sozusagen eine stabile Verzerrung.

Na, jedenfalls, wenn man sich die Zahlen anguckt, sieht man ein paar interessante Dinge.

  1. Uns haben keine Leistungsträger verlassen. Die Noten der Abgänge waren nicht wesentlich besser, als die der verbliebenen Spieler (Auch wenn das subjektiv (auch von mir) so empfunden wurde).
  2. Die Neuzugänge haben schon letzte Saison deutlich besser gespielt, als die Spieler des FC St. Pauli.
  3. Nur ein Spieler (Florian Lechner) hat sich im Saisonvergleich geringfügig verschlechtert.
  4. Die Bestandsspieler haben sich deutlich verbessert.
    Im Mittel um fast eine halbe Note.
  5. Auch die Neuzugänge haben sich verbessert.
  6. Fünf Spieler haben sich deutlich (das heißt um mehr als eine halbe Note) gesteigert.
    Dabei herausragend: Marius Ebbers, Fabio Morena und Markus Thorandt, die jeweils eine ganze Note besser geworden sind. Florian Bruns und Matthias Lehmann haben sich zudem ebenfalls deutlich verbessert.
  7. Und schließlich: Die Gesamtmannschaft dieser Saison ist eine halbe Note stärker, als das Team von 2008/09.

Unser Trainerteam muß also einen ziemlich guten Job machen. Ich weiß nicht, was mich mehr beeindruckt. Dass die Neuen noch besser wurden, oder die enorme Steigerung der Alten. Und klar, das spielt auch alles zusammen. Die Mannschaft spielt insgesamt besser, da können die Spieler dann natürlich auch mitwachsen. Aber am Ende stehen diverse Spieler, die ihr Potential diese Saison (deutlich) besser nutzen, als in der davor. Respekt!

Mein persönlicher Held ist übrigens Fabio Morena. Den haben in der Sommerpause ja fast alle abgeschrieben, von zu langsam über zu alt bis allgemein zu schlecht. Jedenfalls ist Fabio jetzt mit 2,86 der Zehntbeste Spieler der gesamten zweiten Liga! (Matthias Lehmann übrigens derzeit zweiter, Marius Ebbers fünfter und Deniz Naki 13.).

Wie auch immer, wir stehen offenbar zurecht da oben. Das macht mich sehr optimistisch für die Zukunft. Mal gucken, was die Saison noch bringt, aber einige schöne Spiele bestimmt. Ich freu mich!

In Zahlen

1 Die verbliebenen Spieler hatten 2008 im Mittel eine Note von 3,7, die Abgänge 3,6. Stärkster Abgang – Filip Trojan – 3,4.
2 Durchschnittsnote der Neuzugänge 3,3. (Einschränkung: Deniz Naki hatte nur ein bewertetes Spiel in Liga 2, Max Kruse hat in der dritten Liga gespielt). Der Abgänge – siehe 1 3,6.
3 Und nur zwei Spieler haben eine schwächere Durchschnittsnote:
Max Kruse hat sich um 0,4 (Note 2009/10 3,2) verschlechtert, spielt aber eine Liga höher und ist immer noch deutlich besser, als der beste Abgang – Filip Trojan (siehe oben). Außerdem hat sich Florian Lechner um 0,2 Punkte verschlechtert.
4 Notendurchschnitt der verbliebenen Spieler 2008/2009 3,7, 2009/10 3,3.
5 Notendurchschnitt der Neuzugänge 2008/09 3,3, 2009/10 3,0.
6 Thorandt, Morena und Ebbers jeweils genau um 1,0, Lehmann und Bruns um 0,6.
7 Notendurschnitt FC St. Pauli 2008/09 3,7, 2009/10 3,2.