Und nu? Unsortiertes zum Spiel in Bielefeld

Auswärts in Bielefeld…

Man soll ja das positive behalten…. Also:

Was gut war

  • Anfahrt mit netter Gesellschaft und ohne größere oder kleinere Katastrophen
  • Erheiternd hilfloser Cop, der zwar die Einfahrt zum Almblick mit Kollegen zustellte, mir aber weder sagen konnte, ob geöffnet sei, noch wusste, was “der Almblick” überhaupt sei.
  • Einfaches auffinden der späteren Stadionbezugsgruppe vor der BarCelona.
  • Übereinanderstolpern mit anderen vor dem Stadion.
  • Überhaupt die Stadionbezugsgruppe. Ganz viel Liebe an die. Auch wenn Teile davon irgendwie zu spät und/oder anderswo rumstanden.
  • Galgenhumor.

Was nicht so gut war

  • Fußball
  • Dass Teile meiner Auswärtsbezugsgruppe (“Aber die Ultras!”) irgendwie ein Timingproblem hatten, weshalb ich sie nicht mehr in den Arm nehmen konnte.
  • Dass nach dem Spiel vermutlich keiner mehr Lust auf irgendwas außer “nach Hause” hatte.
  • Bielefeld.
  • Der Gästeblock in Bielefeld.

Was ganz übel war

  • Die Bielefelder Torhymne
  • Der Bielefelder Stadionsprecher
  • Das Abfeiern der Bielefelder Tore vom Bielefelder Stadionsprecher zur Bielefelder Torhymne.

Und sonst so?

Naja. Die Weltfrage ist ja im Moment, woran “es” liegt. Es, dieses irgendwas, was da auf dem Rasen gerade passiert.

Systemfrage? Ich glaube inzwischen ehrlich gesagt nicht mal mehr, dass es daran liegt. Natürlich wäre es schön, wenn “die Mannschaft” den Eindruck erweckte, sie würden ein System spielen, in dem sich alle wohlfühlen, zurechtfinden, und zumindest in den meisten Momenten auch wissen, was sie tun. Aber derzeit wirkt es eher so, als hätten alle aus irgendwelchen Gründen Angst.

Berlin war echt noch guter Fußball, Regensburg zumindest nach dem 1:2 wieder ansehnlich. Aber Fürth und Bielefeld? Ui. Bis auf die 15 Minuten zu Beginn des Spiels in der Schüco-Arena (lautes husten) war das… ja, was eigentlich? Verunsichert? Faden verloren? Teilweise wirkte es später fast panisch. Viele Bälle in kritischen Zonen dem Gegner in die Füße, von Spielern, die es eigentlich besser können. Z.B. Flum, und Himmelmann mit sehr rätselhaften Unsicherheiten. Dass sich dann ein junger Spieler wie Zander anstecken lässt passiert dann eben.

Und nochmal: Klar könnte man die Systemfrage diskutieren, aber Du gewinnst Spiele eben nicht nur dank des Systems. Und für mich sieht da gerade vieles nach nem Kopfproblem aus. Woher diese Unsicherheit? Warum fällt alles auseinander, wenn der Gegner gerade mal drei Minuten Druck macht? Dass es “der Kader” auch anders kann, haben wir ja schon gesehen. Liegt das an der Negativserie? An den Erwartungen? Am Trainer?

Anderes Thema sind einige Personalentscheidungen, die ich nicht so recht nachvollziehen kann. Liegste auswärts hinten, brauchst irgendwie eigentlich einen Spieler, der nicht nur Ruhe reinbringt, sondern auch noch mal Schwung, und dann kommt Allagui? Ich will dem lieben Sami ja nichts, aber in seinen bisherigen Spielen für uns wirkte er auf mich jetzt not exactly wie ein Agressive Leader, der jetzt das Spiel drehen kann. Und je länger ich auf der Formulierung nachdenke, desto weniger Spieler fallen mir ein, denen ich das in unserem Kader überhaupt zuschreiben würde. Buchti und Lasse machen ab und an mal Alarm und versuchen mitzureißen, aber…naja, Mark van Bommel sind sie nun auch nicht gerade.

Trainerfrage? Hmm… Ich hab ja nichts gegen Trainerwechsel, wenn sie mir sinnvoll erscheinen. Aber nicht mehr ganz vereinzelte “Ewald Lienen”-Rufe im Block halte ich für kontraproduktiv, der hat uns zwar (mit Olaf Janßen gemeinsam) in der letzten Rückrunde den Arsch gerettet, aber.
Oke sagte auf der JHV *)MV (Grüße an den Kollegen vom Magischen FC-Blog) nicht ganz zu unrecht, dass wir mit 7, 9, vielen Bundesliga-Trainern im Verein da so sportkompetent wie noch nie aufgestellt seien. Und ich glaube da schon dran. Oder will daran glauben, dass hier das Team, das unsere ersten Herren führt da Kompetenz genug hat. Auch um im Zweifel die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und letztlich ist es einfach auch so, dass Trainerwechsel im Mittel wenig bringen.

Aber.

Dann doch die Systemfrage: Ballbesitzfußball? 4-4-2? Mit den Spielern?

Wir konnten mal ganz gut “Die Null halten” und vorne half dann wahlweise der liebe Gott oder Aziz Bouhaddouz. Ersterer kann uns nicht leiden, zweiterer ladehemmt gerade kolossal, wenn er überhaupt auf dem Platz steht. Hm.

Und das mit der Null ist jetzt auch so ‘ne Sache. Und irgendwie wird es gefühlt jeden Spieltag etwas leichter, uns einen reinzumurmeln.

Erinnert sich noch eins an Stanis “Resetknopf”? Irgendwiesowas wäre gerade wohl nötig. Vergesst mal die Scheiße der letzten Spieltage. Besinnt Euch auf das, was Ihr doch könnt, eigentlich.

N. sagt, ich soll pöbeln.

Können wir den Stadionsprecher bitte in … welcher Fluss fließt eigentlich durch Bielefeld? Jedenfalls darin versenken? Alternativ auch einfach in einem Pool aus Vanillepudding? Und seinen Jingle gleich mit? DAS macht AGGRO! Ich verliere ja so schon euphemistisch gesprochen nur mittelbegeistert, aber dass ich mich spätestens ab dem 3:0 eher über diese SCHEISSSTADIONSHOWKACKE aufregte sagt einiges.

Über den Rest des Spiels pöbeln kann und will mir gerade nicht so gelingen. Ich bin (und war) nicht wütend. Eher hilflos. Was auch ungefähr meiner Interpretation der “Aufwachen/St. Pauli”-Rufe nach dem Spiel an die Mannschaft entspricht. Kommt raus aus diesem Tal, aber zügig, bitte. Ob nun durch aufwachen, Mut schöpfen oder Training ist mir eigentlich erstmal egal.

Nicht an spontane Leistungsexplosionen glaubend, hoffe ich nun dennoch auf ein reingemurmeltes 1:0 gegen Duisburg. Fürs Ego. Berappeln und dann mit etwas mehr Selbstvertrauen versuchen wieder Fußball zu spielen.

Kein-Saisonkarte-Kein-Heimsieg-Wochenende

Nachdem das ganze etwas gesackt ist, äußere ich mich dann auch mal (zu spät?) zum letzten Fußballwochenende. Den Anfang machte das samstägliche Anstehen für die neue Saisonkarte. Warum das so ist steht zum einen bei den das ganze organisierenden Ultras, an sonsten kann man aber auch hier nachlesen, wie es mir letzte Saison erging.

Schlangestehen.

Eigentlich ließ sich der Tag recht gut an, nach dem Treffen mit der Bezugsgruppe gegen kurz vor 10, schlurften wir inklusive des von Frau Jekylla und mir bestückten und von Herrn Sparschäler zusammengebauten Grill-Bollerwagens rüber zum Millerntor und reihten uns in die Schlange ein. Das Ende der Schlange, also zu dem Zeitpunkt unsere Position, war zwar schon recht weit hinten, aber vorsichtige Schätzungen der Menschenmenge vor uns führten zu Zahlen um die 1.600 oder 1.800 Personen, auch da die Schlange noch sehr entspannt mit großem Abstand zwischen den einzelnen stand, und zudem meist maximal 2 Personen breit war.

Für Ortskundige: Die Schlange ging vom Eingang ins Clubheim in der Südkurve über den Vorplatz um das T-Com-Gebäude herum bis zur Gegengerade, wir standen zu Beginn etwa auf Höhe der Strafraumgrenze Süd.

Auf Höhe des T-Com-Gebäudes fingen wir dann an den Grill vorzuheizen. Würste, Fleisch und Nudelsalat wurden gereicht. Ein kurzer Besuch des Hof-Fotografen wurde noch von Jubel begleitet. Langsam und inzwischen gesättigt ging es voran. Gegen ca. 14:00 Uhr erreichten wir die Ecke zum Südkurvenvorplatz, gegen ca. 15:00 Uhr standen wir noch ca. 25 Meter vom Clubheim, in dem es die begehrten Karten gibt, entfernt.

Ungefähr jetzt fing die schlechte Laune an. Durchsage, dass alle Karten vergriffen sein. Entsetztes Schweigen. Frustriertes Zusammenpacken der eigenen Sachen. Heimfahrt. Ich ignorierte für den Rest des Tages alles zu diesem Thema und versuchte mich in brauchbarer Laune.

Schön, als ich dann am Sonntag am Treffpunkt zum Heimspiel gegen die Arminia aus Bielefeld stand und mir erzählen ließ, dass wohl ca. 300 bis 700 Personen sich nachträglich in die Schlange integriert hätten. Klar. Man kann sich vorne zu Freunden und Bekannten stellen. Reicht ja, wenn einer den Platz freihält. Ich persönlich hab zwar nichts beobachten können, stand ja eher weiter hinten, aber die Menge derjenigen, die sowas beobachtet haben, spricht dafür, dass die Schätzungen nicht aus der Luft kommen. Toll. Das ist mein St. Pauli. Nicht. Wobei das kein St. Pauli-Phänomen ist, aber das nur am Rande.

Fußball.

Naja, mit entsprechend geladener Stimmung ging’s dann ins Stadion. Das von USP genutzte Wörtchen “Schnarchnasen”, im Bezug auf Support der nicht ihren Vorstellungen entspricht, waberte durch die Luft, die Enttäuschten, zu denen ja auch ich und meine Bezugsgruppe gehörten, waren naturgemäß immer noch traurig, dass sie nächste Saison die Kurve wohl überwiegend von außen sehen würden. Das Spiel tat dann ein übriges dazu, die Laune nicht besser werden zu lassen. Die erste Hälfte war weitgehend zu träge, zu wenig dynamisch, um zu begeistern. Dazu das ärgerliche, aber nicht unverdiente Tor der Gäste… Naja.

Nach dem Wiederanpfiff dann mehr Power, mehr Drängen auf das Tor der Bielefelder, leider ohne Erfolg. Im Moment ist eben auch Fußballerisch der Wurm drin. Hmpf.

Was bleibt? Ein 0:1 nach Neunzig Minuten.Ein nur noch dritter Tabellenplatz (stand heute: Relegation gegen Nürnberg). Ein irgendwie – wenigstens offensiv – im Moment verunsichert wirkendes Team. Zwei Sperren (Lechner und Lehmann) für das Spiel in München.

Nachwehen.

Irgendwie nervt mich das Ticketing bei St. Pauli ja ungefähr, seitdem ich meine erste Dauerkarte hatte. Das war in den frühen Neunzigern, müsste 1991 gewesen sein. Damals war die Dauerkarte noch ein Stück Din A 6 Pappe, mit ein paar abzuknipsenden Feldern am Rand. Irgendwann später gab es dann eine Maschine, die das ganze laminierte, was der Haltbarkeit diente. Das Ding wurde kleiner, und seit sowas wie 4 Jahren gibt es jetzt tatsächlich Scheckkartengroße Plastikkärtchen. Seit 4 Jahren passt die Dauerkarte ins Portemonnaie.

Dass es seit ca. 15 Jahren das Internet gibt, ist am Verein dagegen vorbeigezogen. Online-Service? Fehlanzeige. Während man beim anderen hamburger Verein sein Vorkaufsrecht online ausüben kann, muss man bei uns persönlich vorbeischauen. Während man nebenan sein Eintrittsrecht per Dauerkarte für nicht besuchte Spiele weiterverkaufen kann, online, ohne dass man die Karte weitergeben muss, gibt es bei uns nur die AFM-Ticketbörse.

Bei uns gibt es 600 Südkurven-Karten für jedes Heimspiel. Im freien Verkauf. Wie bekommt man die? Anstehen. Wir sind ja sooo anders. Aber anders ist ja nicht immer und zwingend toll.

Okay, das Problem “weniger Karten als Interessenten” behebt man damit natürlich auch nicht, aber man würde sich trotzdem einiges an Generve ersparen.

Und sonst so?

Drüben bei Santapauli gibt’s gerade eine sehr persönliche Abrechnung mit dem FC St. Pauli. auch sonst hab ich in den letzten Tagen vieles Gelesen, was den Tenor hatte “dafür geh ich nicht dahin”. Ich weiß ja nicht so recht.

Warum geh ich eigentlich zum FC St. Pauli? Weil ich Fan bin. Was macht für mich das Fan sein aus? Hm, nennen wir es mal Liebe zum Verein. Natürlich kann sich die verändern, oder man entliebt sich irgendwann. Aber deshalb? Wer aufmerksam im Stadion stand hat schon Anfang der Neunziger mehr Idioten als Vernünftige vorgefunden. Mehr betrunkene, gewaltbereite, homophobe, als einem lieb sein konnte.

Tolerant, liberal, weltoffen waren immer nur einige. Ja, es war früher ein Kontrast zu den Nazispinnern in einigen anderen Stadien, ja, es gibt auch heute noch Dinge, die uns abheben. Aber zu mindestens 90% sind und waren wir immer schon ein ganz normaler Verein. Kult? Kult. Ein Label. Mehr nicht. Und selbst bei den “Besserfans” existiert schon seit damals ein für mich zum Teil unerträglicher Linksdogmatismus. Toleranz, die nur dann gelebt wird, wenn sie auf etwas trifft, dass in das eigene Wertebild integrierbar ist.

Beispiel gefällig?

Bei Kiki in die Kommentare linsen. Wer Golf spielt ist automatisch FDP-Wähler, wer FDP wählt hat automatisch nichts im Stadion verloren. Danke. Selbstentlarvend, irgendwie.

Leider bleibt das nicht bei Einzelpersonen stehen. Wer sich die “Südkurve” durchliest, das Organ mit dem die Fans auf derselben über anstehendes und vergangenes informiert werden, bekommt den Eindruck, es mit einem elitären, abgehobenen Haufen zu tun zu haben. Wer nicht 90 Minuten das singt, was man vorgibt, ist eine – siehe oben – Schnarchnase. Folge unserem Vorbild, oder verlasse die Kurve. Steht da so, oder so ähnlich.

Dass die Südkurve eine Supportkurve sein soll, tragen glaube ich alle. Aber dass inzwischen größere Gruppen versuchen auch noch die Art des Supports vorzuschreiben, na danke. Das ist (leider) mein St. Pauli.

Schuldzuweisung

Irgendwer ist natürlich immer Schuld. Wir sind Schuld, dass wir keine Karte bekommen haben, weil wir schlicht zu spät waren. Weil wir den Andrang unterschätzten. First come, first Serve. Soweit, so in Ordnung (und trotzdem doof).

Ist USP schuld? Ich meine nicht. USP ist in der Position, in die sie der Verein gehoben hat. Verhält sich so, wie sie aus Sicht der Gruppe halt handeln wollen. Tun das, was ihnen am besten erscheint. Klar kann man jetzt sagen, dass die Schlange hätte reguliert werden sollen, aber.. ist das USPs Schuld?

Für mich ist der Verein selbst schuld. Wer zum einen die absurde Idee hat, dass der Verkauf durch die Fans sinnvoll reguliert werden kann, wer zum anderen nicht mal annähernd selbst regulierend eingreift.. Naja. Die “Südkurve” wird man auch beim Verein lesen können. Und entsprechend auch den Tonfall. Ich verlange keine Zensur, aber dass man dann mal darüber nachdenkt, wen man hier zum Kartenverwalter gemacht hat, wäre nicht zu viel verlangt.

Siehe oben: Modernes Ticketing würde einige, aber nicht alle Probleme verringern. Kluger Umgang mit der Situation sicherlich auch. Aber solange bei uns die Eintrittskarten noch gelocht werden, und es keine Lesegeräte gibt, bleibt vieles davon wohl Utopie.

Und jetzt?

Tja. Einen Plan B gibt es nicht so wirklich, bisher. Ab und zu mal das 600er Kontingent abgreifen? Ab und zu irgendwie anders ins Stadion? Oder doch nen Sitzplatz? Allein, ohne Bezugsgruppe? Ich weiß es nicht. Während Erik überlegt, ob er doch als Sponsor einsteigt, fehlt mir noch ne Idee. Aber bis die Karten verkauft werden ,ist ja auch Sommer.

Ich geb übrigens hier nochmal offiziell eine Prognose ab: Sollte St. Pauli nicht aufsteigen, wird es im Sommer verdammt viele Saisonkarten für die Südkurve bei Ebay geben. Alternativ viele leere Plätze.

Naja. Eigentlich wollte ich eh immer wieder zurück in die Gegengerade. Ich hab zwar keine Ahnung, wie ich das realisiert bekomme, aber vielleicht sollte ich mal anfangen dafür Pläne zu schmieden. Im Optimalfall mit der Bezugsgruppe.

Und jetzt! Fußball. Auwärts bei 1860 München. Gewinnen. Würde mich zumindest auf dem Platz wieder etwas fröhlicher stimmen.

Heute kein Fussball

Wie das so ist, nach einem Spielfreien Wochenende, gibt es heute keinen Beitrag über das letzte St. Pauli-Spiel.

Ich hatte mich ja erst gewundert, aber es dann verstanden. Klar, bei einer zweiten Liga mit 17 Clubs muß natürlich jeden Spieltag ein anderer aussetzen.
Dieses mal eben das magische St. Pauli.

Irgendwer hatte gestern zwar behauptet, dass wir in Bielefeld mit 1:0 verloren hätten, aber wer schon länger im Internet unterwegs ist wird mir zustimmen, wenn ich sage:

Bielefeld gibt es gar nicht.

Und da es das nicht gibt, kann da auch niemand Zweitligaspiele bestreiten, geschweigedenn gewinnen.

Soweit, so logisch.

Von daher muß ich mich glücklicherweise auch nicht über drei Lattenknaller meines Lieblingsclubs ärgern, die nicht ins Tor gingen.

Nicht über das frühe und irgendwie dämliche Gegentor ärgern, das wie fast immer in dieser Saison über Links fiel.

Vielleicht sollte man aber, trotz spielfreiem Wochenende, darüber nachdenken, statt dem gefühlt immer unsicherer werdenden Davidson Drobo-Ampem mal einen anderen Spieler auf die linke Außenverteidigerposition zu stellen. Wenigstens für ein oder zwei Spiele. Ich weiß nicht, ob Markus Thorandt, der hoffentlich bald wieder Gesund ist, das kann. Aber sonst hat Ralph Gunesch dort ja schon das eine oder andere gute Spiel abgeliefert. Und mit Jan-Philip Kalla haben wir ja auch noch eine weitere Alternative aus dem Nachwuchs.

Ich muß mich auch nicht darüber ärgern, dass wir das dritte Spiel in Folge mit einem Tor unterschied verloren haben. Hätten wir nicht stattdessen, sagen wir im Pokal, fünf reinbekommen können und gegen die Ligakonkurrenten gewinnen?

Egal. Heimniederlage gegen die Region: Abgehakt.
Pokalniederlage gegen Wer da? Vergessen.
Spielfreies Wochenende genutzt, um auf andere Gedanken zu kommen.

Nächste Woche geht’s am Millerntor gegen ‘60 München mit dem einst magischen Alexander Ludwig auf der Bank. Ich bin motiviert “Du hast Dich sportlich verbessert” zu singen und freue mich auf einen hoffentlich hohen Heimsieg am Sonntag.

Wie gut, dass es Bielefeld gar nicht gibt. Sonst müsste ich mich jetzt ärgern.