Einfach mal…
wirken lassen und drüber nachdenken…
Ich finds jedenfalls ganz faszinierend, zumal ich auch immer mal wieder darüber nachdenke, wie heute auf meine Großeltern wirken würde. Vor allem der informationstechnische Aspekt.
(via Bloggingtom)
Löffelstöckchen
Ich bin ja zugegeben langsam im Moment, aber immerhin denk ich noch dran. Die Vizekoenigin hat mich mit einem Stöckchen beworfen. Diesmal weniger ernsthaft als beim letzten, trotzdem werde ich es mal aufheben und ausfüllen. Es geht um Dinge, die ich möglichst noch in diesem Leben vorhabe, bzw. erleben will oder muss. Rechnet jetzt nicht mit großartigen Erkenntnissen. Ich bin irgendwie doch furchtbar einfallslos bei sowas.
- Orte, die du unbedingt bereist haben musst
- Neuseeland
- Japan
- London (immer wieder)
- Island
- Toronto
- Dinge, die ich unbedingt noch erleben muss
- Tauchen mit einem U-Boot
- Einen Flug ins All (um die Erde von außen zu sehen)
- Einen Fallschirmsprung (geklaut von der Vizekoenigin)
- Taxis bei denen der Fahrgast die Musik auswählt und der Fahrer nicht auf einen einredet
- Den Umstieg von Öl auf andere Kraftquellen
- Bücher, die ich noch lesen will
- Die fünf
- Bücher
- die mir
- in Zukunft
- am besten gefallen
- Filme die ich noch sehen muss
- The Hobbit
- Hellboy 2
- The Dark Knight
- Die Verfilmung meiner Biographie “The incredible Curi0us – how Curi0usities killed the Cat”
- Irgendwas zum lachen
- Leute, die ich mit diesem Stöckchen bewerfe
- Ich werf heute mal nicht, ich lass liegen.
Irgendwie nicht so die Hammerantworten. Ich sag ja, ich bin da ziemlich einfallslos.
Ich freu mich einfach auf das was da kommt im Leben und hab bisher zum Glück die Erfahrung gemacht das die meisten Erlebnisse am Ende doch positiv sind.
Und die Sachen die ich wirklich *unbedingt* möchte werde ich hier nicht breittreten
Und was jetzt?
Wenn ich mich in den letzten Wochen oder Monaten in meinem erweiterten Bekanntenkreis umschaue, bekomme ich ungefähr folgenden Eindruck von mehr oder weniger relevanten Themen des Alltags:
- Benzin ist zu teuer und wird immer teurer
- Meine Geldanlagen sind in den letzten Monaten entwertet worden
- Den Regierenden ist egal wie es dem Volk geht, die wollen nur ihren eigenen Vorteil
- Wir brauchen dringend schärfere Gesetze, wer hier alles mit Bewährungsstrafen davon kommt…
- Der Umweltschutz muß viel mehr beachtet werden
- Firmen die aus Deutschland abwandern vernichten hier wichtige Arbeitsplätze
- Milch ist viel zu billig, die armen Bauern
- Die Regierung(en) sind unfähig
- Der Kaffee aus Fairem Handel in Südamerika ist der beste
- Wir verschwenden Energie, wir müssen dringend was tun um unseren Energieverbrauch zu senken
- Die Lebensmittelkosten treiben uns noch alle in den Ruin
- Die Großkonzerne sind böse und wollen nur unser Geld
- In der dritten Welt verhungern viele, weil sie weder Arbeit noch Lebensmittel zum überleben haben
- Im idealfall ernährt man sich von Lebensmitteln die von lokalen Landwirten kommen
- Die Vorstände stecken sich doch eh alles in die eigene Tasche
- Ohne Auto kann ich mich gleich umbringen, wie soll ich dann irgendwohin kommen
- Die Gesetze sind viel zu überzogen, man kann sich ja nichtmehr frei bewegen ohne auf Schritt und Tritt verdächtigt zu werden
Die Liste könnte ich noch eine Weile so weiter führen. Viele der Aussagen darin können wechselseitig von ein und der selben Person in unterschiedlichen Unterhaltungen gekommen sein.
Aber das Dilemma könnte sich da oben schon abzeichnen. Was oder wohin wollen wir eigentlich? Individualisierung um jeden Preis. Persönlicher Wohlstand und Wahlfreiheit, Entscheidungsfreiheit, berufliche Perspektiven, Bildung, Arbeit und Flexibilität für jeden. Umweltschutz, Gleicherechtigung. Spass am Leben, Freizeit, Urlaub in fremden Ländern, Kulturelle autonomie. Schutz vor Kriminalität, freiheit des Einzelnen. Deutliche Verbesserung der Ausgangsbedingungen der Menschen in den Drittwelt- und Schwellenländern.
Das Problem damit ist nur, dass wir (alle) offenbar Ziele und Wünsche haben, die sich widersprechen. Wer sich für mehr Umweltschutz ausspricht muss Konsequenterweise klar gegen den Individualverkehr wie er heute praktiziert wird sein. Wer gegen die Dominanz von Großkonzernen ist, und dafür, dass denen “mehr auf die Finger geschaut wird”, muß konsequenterweise für einen stärker reglementierenden Staat sein. Wer mehr Individualismus möchte, kann eigentlich nicht für mehr Demokratie sein. Wer für bessere Bedingungen in anderen Ländern ist, darf sich nicht darüber beschweren, wenn gleichzeitig die Bedingungen hier schlechter werden. Einfache Mengenlehre: Wenn es Menge N zu verteilen gibt, und in einer Ecke der Welt zuwachs benötigt wird, dann muß irgendwo anders N weniger werden.
Mein beschränkter Horizont bietet mir folgende Kontrast-Szenarien an: Entweder wir entscheiden uns für ein weitgehend individualisiertes System, mit den bekannten Schwächen. Ausreißer, die über die weichen Grenzen hinaus schießen, mögliche Dominanz von einzelnen (bzw. einzelnen Organisationen), Verteilungswettkampf, Entwicklung. Oder wir legen uns fest. Definieren, was für jeden das Beste ist und versuchen eine Gesellschaft zu schaffen, in der jeder das für ihn “Beste” bekommt.
Klar gibt es Mittelwege, aber im Großen und Ganzen läuft es doch auf diese beiden Varianten hinaus. Und die Mittelwege bringen die dauernde Balance zwischen beiden Extremen mit sich.
Nur wo ist dieser Mittelweg? Was wollt “ihr”? klar weiß jeder (mich eingeschlossen) hunderte Dinge, die ihm nicht passen. Aber was passt uns? Und was muß wie laufen, damit es uns nicht mehr nicht passt? Was sind (eure) wesentlichen Ziele, von denen ihr denkt, dass wir alle, die Welt, die Gesellschaft, sie erreichen muß? Was sind die Opfer, die ihr dafür bereit seid zu bringen? Lippenbekenntnisse sind immer einfach. Die 20 Cent für Biomilch tun mir nicht weh, aber wo ist die Grenze?
Schreibt was! In euren Blogs oder hier in den Kommentaren. Würde mich wirklich über Feedback oder den einen oder anderen Beitrag freuen! Ich werde mich dann auch mit “meiner” Perspektive revanchieren. Curis Weltmodell.










