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Das ist gute Werbung

18. December 2008 · Abgelegt unter Marketing · 3 Kommentare 

Ich bin inzwischen ja wirklich davon überzeugt, dass die beste Werbung auch viral funktioniert.

Nicht immer ist sie viral gedacht, aber sie funktioniert auch viral.

Anzeigen, die man den Freunden oder Kollegen zeigt.
TV-Spots, über die “man spricht”.
Kinospots, wo der ganze Saal mitmacht, sich erinnert, sich – bestenfalls – darüber freut, wenn die Werbung beginnt.

Inzwischen gibt es ja auch rein virale Werbung. Bzw. Werbung die es gezielt darauf anlegt, viral zu sein.
Meistens finde ich die nicht wirklich überzeugend. Oft einfallslos, langweilig, mit der Brechstange oder komplett ohne Produktbezug.

Wie man es richtig macht, zeigt nugg.ad – die ja passenderweise davon leben, dass Sie Werbung an die richtige Zielgruppe ausliefern.

Ach und – gute Werbung erreicht die Zielgruppe :-) Aber seht selbst

(via Twitter)

Sponsoring vs. Schleichwerbung

12. December 2008 · Abgelegt unter Kultur, Marketing · 7 Kommentare 

Im Fernsehblog steht grade was darüber, dass Pro7 sich vor Gericht dafür rechtfertigt, bei den TV-Shows zur Wok-WM sehr offensiv mit den Sponsoren der Show umgegangen zu sein. Bzw. dass sie sich eben versuchen gegen das Label Schleichwerbung zu wehren.

Meine Frage ist jetzt – wo fängt Schleichwerbung an? Wenn das, was Pro7 da betreibt als Schleichwerbung gilt, was ist dann mit der Fußballbundesliga oder mit der Formel 1? Immerhin fährt da auch Red Bull gegen Ferrari…

Soweit ich das verstehe, was ich mir aus dem Artikel gezogen habe scheint das Problem zu sein, dass es sich bei der Wok-WM um eine Produktion von bzw. für Pro7 handelt, auch wenn der Sender das anders sieht. Aber – selbst wenn, wo ist der große Unterschied? Ob die DFL nun ein Fußballturnier ausrichtet (“Bundesliga”), dass sie an die Fernsehsender verkauft, oder das selbe mit der Formel 1 passiert. Vielleicht ist die Bundesliga dazu noch nichtmal das beste Beispiel, denn immerhin kann und muß man sich hier sportlich qualifizieren. Aber Formel 1?

Die Event Formel 1 wird von einer Produktionsgesellschaft veranstaltet, mit dem Ziel Geld zu verdienen. Und das geschieht über Sponsoring und TV-Einnahmen.

Der Event Wok-WM wird von einer Produktionsgesellschaft veranstaltet, mit dem Ziel Geld zu verdienen. Und das geschieht über Sponsoring und TV-Einnahmen.

Und das Sponsoring fällt ja auch nur so hoch aus, weil die TV-Präsenz dazu kommt. Oder ist “Sponsoring” nicht nur ein anderer Begriff, sondern auch ‘moralisch’ anders, als schnöde Werbung? Ist das hier das Problem?
Weil Formel 1-Sponsoren ihr Geld aus “liebe zum Sport” hergeben, während Wok-WM-Sponsoren das nur der Medienpräsenz wegen machen? Glaubt das irgendwer?

Formel 1-Autos sind fahrende Werbemittel. Die Wirksamkeit der Werbemittel hängt – wenigstens ist das die Theorie, aufgrund derer die Werbeetats vergeben werden – vom Erfolg im Rahmen der durch die Formel 1 gesetzten Regeln ab. Zumal natürlich, die Gewinner häufiger im Bild sind, mehr Screentime für die Werbetreibenden. Die Strecke ist dazu zugepflastert mit Werbebanden, Blow-Ups, und Menschen in gesponserter Kleidung. Wo ist der relevante Unterschied zur Wok-WM?

Und wo ist eigentlich überhaupt das große Problem mit der Schleichwerbung in solchen Zusammenhängen? Mal ab von “Ist nicht erlaubt”. Aber gute Regeln haben ja auch einen Hintergrund, einen Sinn, der über das reine Regulieren hinaus geht.

Wie auch immer, mir persönlich ist der Umgang mit Werbung in Deutschland sowieso viel zu unentspannt. Ich wäre ja für eine weitgehende Freigabe. Das reguliert sich hoffentlich von alleine.
Wer zuviel Werbung mit zu wenig Programm verknüpft, verliert irgendwann Zuschauer. So meine Theorie. Und wenn nicht, dann ist es für die Zuschauer ja offenbar auch wieder okay.

I got so many cars…

12. September 2008 · Abgelegt unter Beobachtungen im Alltag, Marketing · 2 Kommentare 

I get stuck in my own Traffic (Jerry Seinfeld).

Ja, ich finde Jerry Seinfeld großartig. Immer noch. Und ich finde auch den zweiten der neuen Microsoft-Spots großartig. Wirklich. Apple ist immer noch “cooler”, aber MS hat Jerry. Und der neue Film gefällt mir sogar noch besser als der erste.

Und wieder geht es nicht um Produkte oder um Inhalte, es geht um Wohlfühlen. Und Absurdistan. Nur leider funktioniert absurd in Deutschland ja oft nicht. Seinfeld hat sich hier ja auch nie wirklich festsetzen können.

Egal, mir gefällts:

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