2020 #neustart

Jahresanfang. Ich halte wenig bis gar nichts, von so „Aufteilungen“ eigentlich. Neujahr 2020 war auch nur der erste von einigen Mittwochen in diesem Jahr, der halt zufällig mal frei war. Und ich bin seit gestern niemand anders – oder eben genau so anders, wie sonst auch, 24 Stunden später als zuvor. Weil irgendwie verändern wir uns doch dauernd. Ein wenig. Aber gestern noch 2019-curi und heute schon 2020-curi? Nee, wir sind uns schon reichlich ähnlich.

Was war?

Was war 2019? Im Rückblick hab ich immer das Problem, das die Dinge, die in den letzten Monaten waren präsenter sind, als die davor. Trotzdem mal der Versuch einer kurzen Zusammenfassung:

  • Mehr Fußball: Geht eigentlich schon 2018 los, aber ich war deutlich mehr auswärts. Und hab mir dann im Sommer auch noch die Auswärtsdauerkarte zugelegt. Nicht weil ich jedes-jedes-Spiel fahren wollte, aber schon…die meisten. Meistens (neben dem Platz) auch sehr gut, meistens (auf dem Platz) in 2019 leider gar nicht so.
    Diese Pöbelbus-Crew ist schon ganz großartig.
  • Mehr Tierärztin: Nachdem im Frühjahr 2018 der Kater verstarb und die Katze an ihrem 1. Krebs (Milz) erkrankte, verbrachte ich viel zu viel Zeit mit der Katze bei Tierärztinnen. Nach dem Milz-Karzinom wurde ein Haut-Krebs diagnostiziert, der nach knapp einem Jahr, zwei Laser-Ops und einer Amputation dann besiegt schien. In der Nachuntersuchung zur letzten Laser-OP wurden dann doch Metastasen in der Lunge gefunden und ein paar Wochen später verstarb die kleine dann. Wenn man so will also „weniger Katze“. Hm.
  • Mehr Freundschaft: Irgendwie sind 2019 ein paar Menschen in mein Leben getreten oder präsenter geworden.
    Manche einfach „nur“ gute Menschen irgendwo da draußen, andere einfach richtig gute Freundinnen Tag für Tag.
    Gerade das ist ziemlich toll.
  • Mehr Internetdingse: Hängt auch an dem Freundschafts-Thema, aber… mehr Menschen oder so Twitter-Dings-Ereignisse besucht, um Internetmenschen zu treffen.
  • Mehr Gelaber: Weiß gar nicht, ob „mehr“ hier zutrifft, aber der Millernton läuft in seinem siebten Jahr (und irgendwie ist es Quasigestern, als wir in der Urbesetzung irgendwann 2013 im Fanladen sitzen und quatschen). Gute Sache, macht mir viel Freude und ich glaube, den Hörerinnen auch.

Was wird?

Und nun 2020? Wird was anders? Na klar. Dauernd.
Einige Sachen hab ich mir vorgenommen, nicht als „Vorsatz“ und nicht an Silvester, sondern einfach in den letzten Monaten.

  • Awareness: (Noch) mehr darauf achten, was/wie um mich rum passiert. Mehr versuchen, nicht selber Teil eines Problems sondern Teil einer Lösung zu sein. Dazulernen, was eigene Positionen und Privilegien angeht, und was das für mich und andere Bedeutet. Konstant an sich selber arbeiten, und anderen dabei Helfen.
  • Bewegen: Nachdem das mit dem Schwimmen vor Jahren mal ganz gut funktioniert hatte, war 2019 da irgendwie eher Mau. Drei bis fünf Versuche, aber Routine kam da nicht rein. Seit längerem „hätte ich gern“ ein Fahrrad. Eher Renn- als Hollandrad. Aber die Dinger sind… teuer? Trotzdem… vielleicht klappt’s ja in 2020 mit dem neuen Rad und das dann auch in Benutzung bringen. Dazu mehr Rausgehen, was in 2019 schon anfing. Und so albern es ist, aber Pokémon Go ist ne klasse Sache, um sich zu motivieren mal 30 Minuten vor die Tür zu gehen. Vielleicht halte ich das ja in 2020 dann auch das ganze Jahr lang durch.
  • Lernen: An sich gehört da auch die Awareness da oben zu. Mehr über mich, über andere, über Dinge die privat, beruflich, einfach so spannend und wichtig sind lernen. Ich möchte aktiv(er) Ziele formulieren und versuchen sie zu erreichen, als in den letzten Jahren. Möchte versuchen, meine Grenzen zu verschieben. Das wird bestimmt in Teilen anstrengend und führt zu Lernschmerzen. Aber ist nötig und wichtig.
    Eins, zwei, drei konkretere Ideen hab ich dazu, wohin es gehen soll, aber das ist hier nicht der Ort um darüber zu reden.
  • Fußball: Die ADK hab ich ja oben schon erwähnt. Vager Plan für die Rückrunde ist, mal alles mitzumachen. Mal schauen. Aber Fürth ist schon gebucht, Kiel und Volkspark auch wegen der Nähe Nobrainer, Sandhausen ist geplant, Darmstadt und Karlsruhe kann, darf und will ich aus Gründen nicht ausfallen lassen, Hannover ist um die Ecke, Wehen wird der Sonderzug (ich brauch ein Ticket!!) und Bochum ist ne angenehme Fahrt. (Und ich rechne mit Gepöbel (sic) von der Pöbelbus-Crew, wenn ich jetzt kneife. Auch wenn Kiel und Volkspark und Fürth schon mal gar nicht im Bus… egal.)
  • Öko: Puh. Garnichtmal so einfach. Das ist auch so’n Lernding und ein Schmerzding dazu. Wir sind einfach fucking bequem, alle zusammen. Und es ist so so mühsam aus seiner Komfortzone zu treten. Aber hilft ja nix. Also: Weniger Fleisch (!! Das wird meine größte Challenge, weil Gemüse und ich… jedenfalls nicht die weltallerbesten Freundinnen sind), mehr Mehrweg, weniger Plastik, mehr Stückgut, weniger Verpackungen, mehr Bio. Und ganz allgemein weniger wegwerfen, mehr aufbrauchen.
  • Weniger haben, mehr sein: Sehr abstrakt, aber ich würde gerne noch mehr Dinge aussortieren. Irgendwie steht so viel rum, und so wenig davon ist in Benutzung. Bewussteres kaufen könnte da ein Plan sein. Mal schauen.
  • Gestalten: Mal am Beispiel des Herzvereines – jemand in meinem Umfeld behauptet ja, es sei ein Mitmachverein. Und was 2019 mit einem Antrag auf der MV begann, geht dann 2020 in die Umsetzung des Antrags. Und das soll nicht nur dieser eine Antrag bleiben. Mal sehen, wo/wie ich mich noch einbringen kann/soll/darf, aber ich möchte weniger „eins müsste“ sagen können und mehr „ich/wir mach/en mal“.
  • Freundinnen: Bleiben ganz wichtig. Und gehören zu fast all dem da oben irgendwie dazu.
    Als Inspiration oder persönliche Influencerinnen, als Begleiterinnen, Kritikerinnen, Ratgeberinnen, mit offenen Ohren, als kein Blatt vor den Mund-Nehmerinnen, mir den Kopf waschenden, aus der Komfort-Zone schubsenden, in den Arm nehmenden.
    (Ich hoffe, die richtigen fühlen sich hier angesprochen: Danke! <3)

Achso, der Hashtag im Titel… #neustart
Auch so’n Gedanke, der… Mehr reinschreiben hier, vielleicht. Auch wenn viele Dinge, die mich beschäftigen und über die ich schreiben möchte vielleicht zu persönlich sind. Ist jetzt auch nicht das erste Mal, aber das Bewusstsein, dass ich diese Plattform hier habe und nutzen könnte behalten oder verstärken könnte was sein.

Keine Vorsätze, nur Gedanken, Wünsche, Pläne. Aber nun.
Und Ihr so?

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