Zwei Wochen träumen

Ich oute mich hier mal als bekloppt:

Freitag das Auswärtsspiel im Karlsruher Wildpark über das geliebte AFM-Radio belauscht. Die erste Hälfte noch im Büro wo ich nebenher noch ein bisschen Papierkram erledigte. Die zweite Hälfte von Unterwegs übers iPhone. Schöne neue Fußballwelt. Okay, früher gab’s für sowas Radios, aber da war irgendwie immer zu viel anderes dazwischen (mal ehrlich, dann hätte ich auch die Reportage vom Spiel Koblenz-Cottbus mithören müssen. Hallo? Cottbus?!
Okay, quasi mit dem Abpfiff zuhause gewesen, Rechner hochgefahren, bei St. Pauli-TV eingeloggt, das ganze Spiel nochmal im Re-Live gesehen. Neulich hätte ich noch “Konserve” gesagt, aber das ist wohl uncool.
Den Samstag immer wieder breit gegrinst, wenn ich an Fußball dachte, und am Abend dann nochmal das Spiel geguckt, gab ja nix im Fernsehen.

Alles natürlich nur, um euch hier einen möglichst korrekten Spielbericht abzuliefern. Ich schwöa! 😉

Vier zu Null. Hallo? Ich hab ja nach dem Aachenspiel schon nur noch Superlative im Kopf gehabt… Was soll ich denn jetzt noch schreiben? 9:0 Tore nach zwei Auswärtsspielen. In Aachen und Karlsruhe. Zwei Spielen bei Teams die sicherlich vorne mitspielen wollen. 9:0 Tore. Dafür haben wir in der letzten Saison keine Ahnung wie viele Auswärtsspiele gebraucht. Also für die 9 Tore. Für die Null.. das ging schneller. Erinnert sich jemand an das Auswärtsspiel bei 1860?

Nein. Nicht dran erinnern.

Heute ist wichtig. Fußball ist immer auch Psychologie. Und irgendwie haben wir es geschafft aus der verängstigten Auswärtsgraupentruppe das zu machen, was da auf dem Platz steht. Souverän (ja, es gab Angriffe von Karlsruhe, die gefährlich waren – aber das lässt sich quasi nicht vermeiden), abgezockt, effizient. Wobei da sicher auch noch 3-4 Tore für uns hätten fallen können. Woah.

Doch nochmal zurück. Vor der Saison gab es viele, die meinten 3-4 Punkte nach den ersten Spielen wären super. Nach den Spielen gegen Ahlen, Aachen, Duisburg, Karlsruhe. Jetzt sind es 10. Statt da zu stehen, wo der selbsternannte Aufstiegsanwärter 1860 München mit 4 Punkten steht, 13. Platz, sind wir mit 10 Punkten erster.

Spitzenreiter.

Schon wieder.
Und – das ist das entscheidende – Verdient!
Und Alex Ludwig hat sich wie man unschwer sehen kann mit seinem Wechsel nach München sportlich wesentlich verbessert.
Vom 1. auf dem Feld zum 13. auf die Bank. So geht das. Spart er sich das lästige rumgelaufe.
Und ich finds gut so! Unser runderneuertes Mittelfeld ist toll. Wahnsinn, was Lehmann, Naki, Bruns und Co da zaubern. Trotz Takyis Sperre und Kruses Verletzung.

Nächstes Spiel ist wieder auswärts (was uns scheinbar liegt, im Moment), gegen Frankfurt. Die sind letzter, was mich normalerweise seeehr skeptisch machen würde. Aber zur Zeit traue ich unseren Jungs zu, das trotzdem hinzukriegen. Und davor sind zwei Wochen Länderspielpause.

Nervt zwar irgendwie, weil ich grad jeden Tag Fußball gucken könnte, andererseits kann ich jetzt mit Sicherheit zwei Wochen lang glücklich auf die Tabelle starren… Auch nicht das schlechteste. Zwei Wochen “was wäre wenn” Träumen.

Vom anderen Hamburger Verein kam schon der Vorschlag die Saison jetzt zu beenden. Kein so verkehrter Vorschlag. Wenns dann in zwei Wochen in der Bundesliga weitergeht 🙂

3 thoughts on “Zwei Wochen träumen

  1. Pingback: Pleitegeigers Weblog » Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! - Hamburg, meine Perle

  2. @nedfuller warum nächste Runde? Ich will ins Finale, Ihr auch, wenn das in der nächsten Runde schon ein Derby gibt ist einer von uns draußen.. Also… Wir sehen uns in Berlin 😀

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