{"id":28,"date":"2007-09-18T20:34:33","date_gmt":"2007-09-18T18:34:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.curi0us.net\/blog\/2007\/09\/18\/denglish\/"},"modified":"2008-01-22T11:58:35","modified_gmt":"2008-01-22T10:58:35","slug":"denglish","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.curi0us.net\/blog\/2007\/09\/18\/denglish\/","title":{"rendered":"Denglish"},"content":{"rendered":"\n<!-- google_ad_section_start -->\n<p>Die Mopo hat mal wieder das Thema \u201eWir sprechen immer weniger Deutsch\u201c entdeckt, dabei ist der Sommer doch gef\u00fchlt vorbei.<br \/>\nNaja, immerhin gibt es mir einen Aufh\u00e4nger mal \u00f6ffentlich \u00fcber das Thema nachzudenken.<\/p>\n<p>Zugegeben, es gibt inzwischen leider unglaublich viele englische Begriffe die dort wo sie eingesetzt werden keinen Sinn haben bzw. zum Teil sogar v\u00f6llig falsch eingesetzt werden. Zugegeben, es gibt unglaublich viele Werbespr\u00fcche auf Englisch, die wenn man ein bisschen Sprachgef\u00fchl hat sowieso schon mal falsch klingen und \u2013 viel d\u00e4mlicher \u2013 die Zielgruppe nicht erreichen.<\/p>\n<p>Aber muss man deswegen mal wieder nach Gesetzen schreien, die das reglementieren? So etwas ver\u00e4ndert sich im Laufe der Zeit doch sowieso von allein. Wer mal in der U-Bahn neben jugendlichen von heute gesessen hat, kommt dabei zudem finde ich zu einem ganz anderen Ergebnis. Nicht \u201eDenglish\u201c ist hier das Problem, sondern schlicht die Einfallslosigkeit mit der Sprache scheinbar inzwischen verwendet wird. Rein subjektiv haben da inzwischen viele einen auf das n\u00f6tigste reduzierten Wortschatz, der \u2013 wo n\u00f6tig \u2013 mit \u201ealder\u201c, \u201edigger\u201c oder \u201ekrass\u201c erg\u00e4nzt wird, was dann scheinbar einen vollst\u00e4ndigen Satz ausmacht. Ach so, Artikel und \u00e4hnliches sind wohl auch nicht mehr n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Das Problem ist n\u00e4mlich nicht, dass viele Menschen zunehmend mehr englische Begriffe benutzen, das Problem ist, dass immer weniger Menschen in der Lage sind Deutsch ausreichend variabel zu verwenden, dass sie das Gef\u00fchl haben damit alles was ihnen durch den Kopf geht ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Umkehrschluss f\u00e4llt es jemandem der besser Deutsch spricht zudem vermutlich auch leichter mit Anglizismen um sich zu werfen ohne dabei gleich die eigene Sprache zu vernachl\u00e4ssigen.<br \/>\nMan ist dann n\u00e4mlich auch viel mehr in der Lage auch mit Sprache zu Spielen. Die \u201eSprachverteidiger\u201c weisen ja unter anderem immer mal wieder darauf hin, dass die Deutsche Sprache so sch\u00f6ne Wortspielm\u00f6glichkeiten b\u00f6te. Genau dies kann ich doch aber nur dann auch machen, wenn ich ausreichend gut gebildet bin um die Sprache auch so einzusetzen (und nebenbei bietet die Englische Sprache ja auch die M\u00f6glichkeit zu wunderbaren Wortspielen).<\/p>\n<p>Und um noch einmal kurz auf die englischen Werbetexte einzugehen: So wie es aussieht nimmt die Nutzung englischer \u00dcberschriften  sowieso gerade ab, weil inzwischen auch die meisten Werbe-Entscheider und Kreativdirektoren gemerkt haben, dass Sie so ihre Zielgruppe eben nur sehr begrenzt erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn ich nichts \u00fcbersehen habe enth\u00e4lt dieser Text bis jetzt \u00fcbrigens keinen einzigen Anglizismus, und das obwohl es ja gerade genau um dieses Thema geht. Es geht also wunderbarerweise ganz ohne, obwohl ich pers\u00f6nlich dem Englischen durchaus zugewandt bin. Gef\u00fchlt schaffen das diejenigen die sich in der Regel \u00fcber solche Anglizismen beschweren \u00fcbrigens nicht.<\/p>\n\n<!-- google_ad_section_end -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mopo hat mal wieder das Thema \u201eWir sprechen immer weniger Deutsch\u201c entdeckt, dabei ist der Sommer doch gef\u00fchlt vorbei. Naja, immerhin gibt es mir einen Aufh\u00e4nger mal \u00f6ffentlich \u00fcber das Thema nachzudenken. 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