Heute kein Fussball

Wie das so ist, nach einem Spielfreien Wochenende, gibt es heute keinen Beitrag über das letzte St. Pauli-Spiel.

Ich hatte mich ja erst gewundert, aber es dann verstanden. Klar, bei einer zweiten Liga mit 17 Clubs muß natürlich jeden Spieltag ein anderer aussetzen.
Dieses mal eben das magische St. Pauli.

Irgendwer hatte gestern zwar behauptet, dass wir in Bielefeld mit 1:0 verloren hätten, aber wer schon länger im Internet unterwegs ist wird mir zustimmen, wenn ich sage:

Bielefeld gibt es gar nicht.

Und da es das nicht gibt, kann da auch niemand Zweitligaspiele bestreiten, geschweigedenn gewinnen.

Soweit, so logisch.

Von daher muß ich mich glücklicherweise auch nicht über drei Lattenknaller meines Lieblingsclubs ärgern, die nicht ins Tor gingen.

Nicht über das frühe und irgendwie dämliche Gegentor ärgern, das wie fast immer in dieser Saison über Links fiel.

Vielleicht sollte man aber, trotz spielfreiem Wochenende, darüber nachdenken, statt dem gefühlt immer unsicherer werdenden Davidson Drobo-Ampem mal einen anderen Spieler auf die linke Außenverteidigerposition zu stellen. Wenigstens für ein oder zwei Spiele. Ich weiß nicht, ob Markus Thorandt, der hoffentlich bald wieder Gesund ist, das kann. Aber sonst hat Ralph Gunesch dort ja schon das eine oder andere gute Spiel abgeliefert. Und mit Jan-Philip Kalla haben wir ja auch noch eine weitere Alternative aus dem Nachwuchs.

Ich muß mich auch nicht darüber ärgern, dass wir das dritte Spiel in Folge mit einem Tor unterschied verloren haben. Hätten wir nicht stattdessen, sagen wir im Pokal, fünf reinbekommen können und gegen die Ligakonkurrenten gewinnen?

Egal. Heimniederlage gegen die Region: Abgehakt.
Pokalniederlage gegen Wer da? Vergessen.
Spielfreies Wochenende genutzt, um auf andere Gedanken zu kommen.

Nächste Woche geht’s am Millerntor gegen ‘60 München mit dem einst magischen Alexander Ludwig auf der Bank. Ich bin motiviert “Du hast Dich sportlich verbessert” zu singen und freue mich auf einen hoffentlich hohen Heimsieg am Sonntag.

Wie gut, dass es Bielefeld gar nicht gibt. Sonst müsste ich mich jetzt ärgern.

Put down the remote

Ich hab ja immer mal wieder den großen Spass, mit Menschen zu reden, die mir erklären wollen, dass das deutsche Fernsehen mindestens genauso gut oder schlecht ist, wie das amerikanische.

Naja. Ich kann das US-TV natürlich nicht in seiner Breite beurteilen (kann ich in Deutschland aber ehrlich gesagt auch nicht), aber neben diversen großartigen Serien, wirklich guten Standups und Sitcoms und natürlich den Latenightshows, ist es auch einfach das Showtalent der Akteure, dass ich hier in Deutschland vermisse.

Drüben schaffen sie es nämlich ihren großen Shows nicht nur Glamour sondern auch Spass einzuimpfen. Erinnert sich jemand an die letzte Bambi-Verleihung? Eben. Zurecht. Guckt mal hier, Neil Patrick Harris (aka the LEGEN wait for it DARY Barney Stinson) moderiert nicht nur, nein, er singt auch einen genialen Eröffnungssong. Mag sich jemand kurz Oliver Geißen vorstellen, wie er einen Song vorträgt? Nicht, oder?

Und damit haben wir auch eines der besten Argumente für die Produktionen von jenseits des großen Teichs. Qualität.

In diesem Sinn… Suit Up für Neil Patrick Harris – Put down the remote.

<via Fernsehlexikon>

Jahrhundertelf

Wie heißt Deine Jahrhundertelf des FC St. Pauli?

fragte René Martens während der Sommerpause, in der Vorbereitung der neuen Auflage seines Klassikers “Wunder gibt es immer wieder – Die Geschichte des FC St. Pauli”.

Und genau wie @ring2, habe ich gerne darauf geantwortet.

Morgen, am Freitag, ist es dann wohl soweit. Die neue Auflage wird im Clubheim vorgestellt. Grund genug, meine “Jahrhundertelf” hier auch einfach mal vorzustellen. Wichtig für mich war, dass ich die Spieler selbst wenigstens eine Saison habe spielen sehen, ihre fußballerische Qualität (Mit einer Ausnahme alles Spieler, die auch in der ersten Liga gespielt haben) und dass sie mir – zu ihrer Zeit beim FC St. Pauli – nicht unsympathisch waren. Meine Elf sieht so aus:

Tor: Heinz Weber

Abwehr: Jan Kocian, Dirk Dammann, Andre Trulsen, Bernd Hollerbach

Mittelfeld: Matthias Scherz, Thomas Meggle, Carsten Pröpper, Christian Rahn

Sturm: Ivan Klasnic, André Golke

Aber, und das stimmt mich besonders positiv… ich finde unsere aktuelle Elf auch ziemlich klasse 🙂

Ich bin gespannt, wie die “versammelte Elf” im Buch ausschauen wird.